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Obama vs. Schäfer-Gümbel

Thorsten Schäfer-GümbelBarack Hussein Obama mit Thorsten Schäfer-Gümbel zu vergleichen ist vielleicht ein wenig weit hergeholt. Dennoch möchte ich einen kleinen, punktuellen Vergleich wagen.

Ich habe mir mal auf YouTube zwei Videos – eines von Schäfer-Gümbel und eines von Obama ausgesucht. Ich möchte nicht auf die Inhalte eingehen, sondern habe mir je ein Standbild ausgesucht.

Das Team von Obama schafft es mit recht einfachen Mitteln die Seriosität seines Videos deutlich zu erhöhen. Er hat während des ganzen Videos die URL seiner

Barack Obama

Webseite eingeblendet – Nutzer müssen nicht auf YouTube oder, wenn das Video eingebettet ist, nach einem Link suchen. Durch den Vorhang im Hintergrund wirkt das Video ebenfalls gleich viel professioneller als die Büroatmosphäre bei Thorsten Schäfer-Gümbel. Licht, Ton und Kamera seien jetzt mal aussen vor gelassen.

Daraus sollten Wahlkämpfer in Deutschland lernen: Professionalität muss auch im Web2.0 sein. In Zeiten von User Generated Content darf man nicht vergessen, dass die Aufmachung und Umsetzung auf das Image eines Kandidaten abfärbt.

Weiterführende Links:

Barack Obama auf YouTube

Thorsten Schäfer-Gümbel auf YouTube


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Discussion

Comments for “Obama vs. Schäfer-Gümbel”

  • Vermutlich ist Obamas Hintergrund für den US-Zuschauer in der Tat genau richtig. Ob er es für den Hessen- oder irgendeinen hiesigen Wahlkampf auch wäre, halte ich zumindest für diskussionswürdig.

    Ähnlich wie juergen_p würde ich einen Bürohintergrund nicht grundsätzlich ausschließen - was ja auch kein WIderspruch zu Dusan ist, der sich nicht grds. gegen Büroräume, sondern für mehr Professionalität ausgesprochen hat. Das TSG-Video sieht einfach zu sehr nach einem 12seconds-Status mit schlechter Webcam aus.
  • dusanminic
    Mir ging es tatsächlich weniger um den Vorhang und die Flagge, die im Video auch zu sehen ist, als um den Gesamteindruck auf den ersten Blick. Nichts gegen Büro-Atmosphäre, aber dann bitte ein wirklich ansprechender Raum (ein Fenster im Hintergrund ist z.B. was schönes). Ein Kreistagskandidat muss da sicherlich nicht so viel Aufwand betreiben, aber TSG war immerhin Spitzenkandidat der SPD in Hessen und ich will meinen, dass der Nutzer da bevor er auf YouTube "play" drückt eine gewisse Erwartungshaltung hat. Die muss man nicht in allen Punkten erfüllen (Überraschungen sind willkommen), aber man darf sie auch nicht ganz verfehlen, oder?
  • "... herangezoomt ..."

    Ein kleiner fachlicher Einwand: TSG ist eher weitwinkelig aufgenommen (Modell "Webcam auf dem Monitor"). Bei einer Aufnahme aus kurzer Entfernung wird fast jeder zum Eierkopf. Besser sieht man aus, wenn man aus etwas größerer Entfernung (und mit entsprechend großerer Brennweite) aufgenommen wird.

    Auch grünstichiges Neon im Hintergrund erhöht die Freude des Betrachters kaum.

    Diese beiden und weitere Aspekten hätten verbessert werden können, ohne dass TSG dadurch zu "Staatstragend" erschienen wäre.
  • Zustimmung. Handwerkliche Verbesserungen im Detail wollte ich mit meinem Einwurf keinesfalls als überflüssig bezeichnen. Auf der anderen Seite: Authentisch zu sein ist sicherlich ebenso wichtig.
  • Ungeachtet dessen, dass Thorsten Schäfer-Gümbel nicht wirklich telegen ist und für derart herangezoomte Frontalaufnahmen unvorteilhaft dicke Brillengläser zu haben scheint, könnte eine solche Büroatmosphäre jedoch sogar volksnaher wirken als die Aufnahme Barack Obamas vor diesem schweren antiquierten blauen Vorhang. Dieser sieht förmlich danach aus, von einer Reihe von PR-Beratern ausgesucht worden zu sein, die allesamt hinter der Kamera stehen und dafür Sorge tragen, dass bei der Web-2.0-Videoaufzeichnung auch wirklich alles nach Protokoll läuft.

    Das Video Thorsten Schäfer-Gümbels ist wirklich nicht das beste. Doch ich finde, Schreibtischaufnahmen sind nicht von vornherein kategorisch abzulehnen. Allerdings sollte wirklich eine sympathische Büroatmosphäre herrschen. Wenn das in diesem Falle die schönste Ecke seines Büros ist, dann hätte Thorsten Schäfer-Gümbel durchaus auch eine andere Räumlichkeit wählen sollen. Nur Hauptsache keinen roten Vorhang im Hintergrund.
  • Wichtig ist meines Erachtens auch, dass der Videoauftritt zum Status der Person passt. Sähe ich einen US-Präsident in einem Video, das qualitativ den Aufnahmen von Thorsten Schäfer-Gümbel entspricht, dann wüsste ich: Es ist Satire. Passt einfach nicht. Genauso unpassend sieht es jedoch sicherlich aus, wenn ein Kreistagskandidat auf aussichtslosem Listenplatz seine Privatmillionen in eine professionelle Produktion auf Hollywood-Niveau investiert... Ganz abgesehen davon: Ich musste schon schmunzeln, als vor längerer Zeit Herr Westerwelle mit seinen meines Erachtens einen Tick zu staatstragenden Videos konfrontiert wurde. Siehe http://www.rp-online.de/public/article/politik/...
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